Corona-Virus: Entschädigungsansprüche für Arbeitnehmer und Selbständige vom Staat bei Quarantäne

Werden Ansteckungsverdächtige ausgesondert, d.h. in Quarantäne genommen, haben sie nach dem Infektionsschutzgesetz (IFSG) einen Anspruch auf Entschädigung, der sich nach dem Verdienstausfall bemisst.


Für Arbeitnehmer zahlt das Unternehmen in den ersten sechs Wochen die Entschädigung aus. Das Unternehmen hat gegenüber dem Land einen Erstattungsanspruch. Dieser Entschädigungsanspruch geht wohl auch den Entgeltfortzahlungsansprüchen vor, da der Grund des „Nicht-Arbeitens“ in der behördlichen Anordnung liegt.


Für Selbständige gilt Vorstehendes entsprechend. Kommt es für sie zu einer Existenzgefährdung, können sie auf Antrag auch Mehraufwendungen erstattet erhalten, wie in angemessenem Umfang die Erstattung der weiterlaufenden, nicht gedeckten Betriebsausgaben.