BFH zweifelt an der Verfassungsmäßigkeit der Nachzahlungszinsen (Pressemitteilung Nr. 23/18 vom 14.05.2018 zum Beschluss IX B 21/18 vom 25.04.2018)

Derzeit werden bei der Verzinsung von Steuernachforderungen und Steuererstattungen monatlich 0,5 Prozent fällig, jährlich also 6 Prozent.

Der BFH setzte deshalb die Vollziehung für Nachzahlungszinsen ab dem Jahr 2015 aus.

Ob die Zinsen gesenkt werden, muss letztendlich das Bundesverfassungsgericht entscheiden. Dort sind mehrere Klagen gegen die Höhe des Nachzahlungszinses anhängig. Das Gericht hat bereits Stellungnahmen bei Fachverbänden und den Senaten des Bundesfinanzhofs eingeholt. Aus dem Bundesfinanzministerium heißt es, man werde dafür sorgen, dass die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts in den betroffenen Steuerfällen zur Wirkung gebracht werden kann. (Az. IX B 21/18)